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Train-The-Trainer-Seminar – Elf Tage Fortbildung und doch der Wunsch nach mehr…

Und wie der Appetit oft beim Essen kommt, entwickelten die Teilnehmenden in der Auseinandersetzung mit und Vertiefung des kompetenzorientierten Ansatzes, auf dem das QHB basiert, den Wunsch nach mehr:

ein Mehr an moderiertem Erfahrungsaustausch, ein Mehr an Anregungen durch kollegiale Impulse, ein Mehr an Reflexion eigener Erfahrungen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Qualifizierung, dem Prozess der Kursgruppe und bei dem Erkennen sowie Bilanzieren von Kompetenzzuwachs.

Aus diesem Anlass werden aktuell Möglichkeiten ausgelotet,  eine kollegiale Arbeitsgruppe zu organisieren.

 

Warum erfordert das QHB eine andere Herangehensweise, so dass selbst erfahrene Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner neu und umdenken müssen?

 

Im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen die Kompetenzen der (zukünftigen) Tagespflegepersonen. Welche haben sie bereits im Verlauf ihrer Biografie erworben, welche müssen sie noch entwickeln, um die Handlungsanforderungen in der Alltagspraxis einer Kindertagespflege zu bewältigen? *

 

*Im „Kompetenzprofil Kindertagespflege“ werden 26 Handlungsanforderungen für die Gestaltung von Kindertagespflege beschrieben und wie man sich idealer Weise Kompetenzen zur Bewältigung dieser Aufgaben vorstellen kann. Das Buch gilt als eine der Grundlagen für die Arbeit mit dem QHB.
Astrid Kerl-Wienecke, Gabriel Schoyerer, Lucia Schuhegger:
Kompetenzprofil Kindertagespflege in den ersten drei Jahren,
1. Auflage 2013, Berlin

 

Es geht weniger um die Vermittlung von Inhalten, als um die Ermöglichung von Bildungsprozessen. Vieles müssen sich die angehenden Tagespflegepersonen selbst erarbeiten. Lernen wie ich lerne, ist sicherlich ein wesentlicher Bestandteil des Curriculums.

Dieses Verständnis setzt voraus, dass die Teilnehmenden eines Qualifizierungskurses sowohl individuell als auch als „lernende Gemeinschaft“ begleitet werden, eine der wichtigen Funktionen der kontinuierlichen Kursbegleitung und des Team-Teachings.

 

Ermöglichung von Bildungsprozessen, erfassen und bilanzieren von Kompetenzen sind deshalb auch unter anderem „rote Fäden“ im Train-The-Trainer-Seminar. Obgleich erfahren als Referentin/Referent in der Fortbildung von Tagesmüttern/Tagesvätern, schätzten die TTT-Seminarteilnehmenden vor allem die Kombination von Selbsterfahrung (Erarbeitung von Inhalten mit verschiedenen Methoden) verknüpft mit der regelmäßigen Reflexion in der Gesamtgruppe und den Überlegungen zum Transfer für die Bildungsarbeit mit den (künftigen) Tagespflegepersonen.

 

Anhand der leitenden Themen aller fünf Module lässt sich der rote Faden sowohl in
Bezug auf die Inhalte als auch auf die Prozesse der TTT-Gruppe ahnen.

 

Modul 1

„Einen Anfang machen – für ein kompetenzorientiertes Arbeiten in der Qualifizierung von Tagespflegepersonen“

 

Modul 2

„… und dann gibt es da auch noch Gruppenphasen und Teilnehmerinnentypen …

– Von Faktoren gelingender Lernprozesse und der Dramaturgie einer kompetenzorientierten Fortbildung“

 

Modul 3

„Vom konstruktiven Nutzen der Störungen und Widerstände im Prozess einer Gruppe

 – Herausforderung und Aufgabe für die Leitung“

 

Modul 4

„QHB konkret – wir erarbeiten kleine Planungsschritte am Beispiel von Modul 15 – und anderes Wissenswertes“

 

Modul 5

„Worauf alles hinaus läuft. Kompetenzen erkennen, dokumentieren und bewerten – Wir ziehen Bilanz“

 

Diese Art von Bildungsprozessen mit sowohl individuellem als auch kollektivem Erkenntnisgewinn und Kompetenzerweiterung brauchen Zeit, mindestens elf Tage eben…

Oder wie es eine Kollegin als Fazit am Ende eines Moduls ausdrückte:

„Willst Du schnell gehen, dann geh alleine, willst Du gemeinsam gehen, dann nimm Dir Zeit.“

 

In diesem Sinne freuen wir uns bereits auf die nächsten elf Tage eines TTT-Seminars vom HKTB im Herbst 2017.

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